Brasilien transferiert militärische Ausrüstung nach Uruguay und Paraguay, um die regionale Sicherheit zu stärken
Die Spende steht in einem Kontext, in dem die Länder des Südkegels versuchen, die regionale Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich zu stärken
Brasilien hat im Rahmen einer Initiative zur Modernisierung der operativen Fähigkeiten der Nachbarländer und zur Verbesserung der regionalen Sicherheit zwei Gesetze erlassen, die die Spende von Flugzeugen und militärischer Ausrüstung an Uruguay und Paraguay formalisieren, berichtete Agência Brasil.
Die Vereinbarung sieht vor, dass Paraguay zwei Bell 412 Classic-Hubschrauber von der Bundespolizei sowie sechs M108-Selbstfahrhaubitzen von der Armee sowie einen schwimmenden Aluminiumsteg für Flussüberquerungen erhält. Uruguay wird seinerseits zwei von der brasilianischen Marine gespendete Bell Jet Ranger III (IH-6B)-Hubschrauber einbinden. Die brasilianische Regierung erklärte, dass die Ausrüstung in ihrem „aktuellen Erhaltungszustand“ geliefert werde und dass sie die Kosten für den Transport zu jeder Grenze decken werde.
Die von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva und Verteidigungsminister José Múcio Monteiro Filho unterzeichneten Gesetze zielen darauf ab, die diplomatischen Beziehungen und die militärische Zusammenarbeit mit Nachbarländern zu festigen und die Reaktion auf Notfälle und grenzüberschreitende Kriminalität zu verbessern.
In Uruguay agieren die Streitkräfte als professionelle Institution, die darauf ausgerichtet ist, im demokratischen Rahmen zur nationalen Sicherheit beizutragen, wobei der Schwerpunkt auf der Territorialverteidigung, der zivilen Unterstützung und der Teilnahme an internationalen Friedensmissionen liegt. Heer, Marine und Luftwaffe sind für die Anpassung an neue Szenarien ausgebildet und ausgerüstet, obwohl sie angesichts aktueller Herausforderungen wie Überwachung und Grenzkontrolle mit Ressourcen- und Ausrüstungsbeschränkungen konfrontiert sind.
Auch Paraguay hat Interesse an einer Ausweitung seiner militärischen Kapazitäten bekundet. Reuters berichtete, dass das Land mit Brasilien über den Erwerb von Embraer A-29 Super Tucano-Kampfflugzeugen verhandelt, die Teil eines Pakets von Verteidigungsinvestitionen zur Bekämpfung von Bedrohungen wie Drogenhandel und organisierter Kriminalität sind.
Die Spende steht in einem Kontext, in dem die Länder des Südkegels versuchen, die regionale Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich zu stärken, und zwar in einem Umfeld, das gemeinsame Reaktionen auf grenzüberschreitende Verbrechen und Notfälle erfordert.

